So, ich wieder, nä?
Es muss ja dafür gesorgt werden, dass mein Blog nicht einstaubt. Außerdem kenne ich mich ja schon ne ganze Weile und weiß ganz genau, dass ich mich nur weiter ums Schreiben drücken werde, wenn ich das Geschehene nicht relativ zeitnah fixiere.
Notiz an mich selber: Unbedingt nach vernünftiger Diktiersoftware umsehen! - Tippen nervt irgendwie
Notiz an mich selber: Vorm schreiben nachdenken! Ich glaub nicht, dass ne Diktiersoftware schneller als ich wäre. Aber es wäre vielleicht an der Zeit, meine gute Tastatur wieder anzuschließen und das Billigmodell von Cherry beiseite zu räumen. Das hätte ich bestimmt auch schon eher getan, wenn nicht zufällig zu Thorstens Geburtstagsparty die frisch gewaschenen Tasten der guten Tastatur rumgelegen und so zu einem interessanten Partyspiel motiviert hätten (Wie man eine Tastatur in der Waschmaschine wäscht erkläre ich gern auf Anfrage - es geht nämlich). Jedenfalls kamen Alex und Daniel auf die glorreiche Idee, die Tasten zunächst so wieder einzusetzen, dass sich Wörter wie “Sex” ergeben, später allerdings auf ein völlig strukturfreies System umschwenkten, so dass ich jetzt immer vor der Wahl stehe, entweder alle Tasten wieder richtig anzuordnen, oder mich intuitiv auf mein 2,5 Fingersytsem zu verlassen. Schwere Entscheidung, aber irgendwann werde ich sie treffen.
Ich gestehe übrigens, dass ich zwecks Aufwand eine gehörige Zeitspanne bei den Beschreibungen auslasse. Den Beitrag, den ich mal angefangen habe offline zu schreiben, werde ich einfach verstauben lassen, sozusagen als geheimen Text, der zwar existiert, aber niemals an die Öffentlichkeit gelangen wird.
Um genau zu sein entfällt alles ab dem 14. Mai.
Nur die mir erwähnenswert erscheinenden Ereignisse seien hier kurz benannt (haben alle auf die eine oder andere Weise bleibenden Eindruck hinterlassen):
In dieser Zeit war/habe ich:
- Mit meinem neuen Hockeyhandschuh richtig geil Hockey gespielt
- In Hannover bei einer Freundin zur Grillparty
- Mit Ihr auf einer Radtour am Mittellandkanal, wo sich ein Schmetterling auf meine Schulter setzte und frech grinste (siehe auch aktuelles studiVZ-Profilfoto)
- nach zahlreichen Umplanungen auf Leni’s und Cris’ Geburtstagsparty, die dann im Muk stattfand
- zum ersten Mal im MuK
- Mit Daniel & Co in Ffm zum Footballspiel gucken
- Bei Sarah GNT gucken (Stichwort des Tages: Cris & Biertasche *smile*)
- mit Patty nen Marktspaziergang und ein gaaanz leckeres indisches Essen gemacht
- Ein nettes Pfingsthochamt besucht und anschließend mit Stefan und unserm Pfarrer ein Bierchen getrunken
- Mich mehrmals über die heftigen Gewitter gefreut *tanz*
Soviel dazu - mehr kann man nur über mich persönlich erfahren
Damit es aber nicht zu kurz wird, hier noch was nettes über das Pfingstwochenende
Nach dem Pfingstbierchen (nagut, es war nur ein frisches Radler) hab ich mich noch schön ausgeruht, und mich so nach und nach auf den Abend vorbereitet. Wie der aussehen sollte? Mit Patty, Reni und evtl Cris nach Ffm ins LivingXXL - wohl was ganz exklusives… SO exklusiv, dass ich fürchtete, mit meinen Schuhen da nicht reinzukommen. Und SO exklusiv, dass ich eigentlich die meiste Vorbereitungszeit damit verbrachte, meinen Reisepass zu suchen, um wenigstens ein gültiges Dokument vorweisen zu können - mein Perso ist seit dem 24.05.2005 abgelaufen, außerdem seh ich darauf aus wie Mustafa. Naja, wo fand ich dann den Reisepass? Klar, passenderweise in einer Reisetasche. Alle Befürchtungen waren unnötig; um der Exklusivität genüge zu tun reichte es letztendlich, den Eintrittspreis von 10 Euro dahinzublättern 
Aber soweit bin ich ja noch nicht. Vorher ging es nämlich mit Patty, der Bahn und einer Flasche Wein (leider ohne Cris) nach Ffm… über die leere Weinflasche hat sich bestimmt irgendein Flaschensammler gefreut. Die ließen wir im Zug zurück. Weiter ging es dann mit meiner Wodka-Lemon-Blutorange Kreation, die sicherlich sehr gesund war, weil ich echten Blutorangensaft benutzt hab. Und lecker wars auch. Verena hat uns mit dem Auto vom Bahnhof abgeholt, damit wir anschließend noch zu ihr nach Hause schlafen fahren konnten. Das Auto wurde ein paar Straßenecken weiter geparkt (solche Informationen kann ich besonders gut speichern) und das LivingXXL war schnell gefunden (weil ich wusste, dass man auf den Eurotower zulaufen musste, in den das Living eingebaut ist).
Die Nacht war sehr angenehm warm, so dass wir noch eine ganze Weile auf einer Parkbank saßen, die rote Flasche in unsere Körper ergossen und uns unterhielten. Über verschiedenste Menschen, über das Aufwachsen in Klein- und Großstädten, über Freunde und Familie, wie und wo wir mal leben wollen, weshalb wir Gießen mögen, was wir unbedingt noch zusammen erleben wollen und noch gaaaanz viel mehr….
Um ganz ehrlich zu sein, die Parkbank war für mich das eigentliche Ereignis an diesem Abend. So gute und ehrliche Gespräche hatte ich lange nicht mehr und um so mehr hab ich gespürt, wie wichtig mir das ist und wie sehr ich das vermisst habe.
Der Club an sich war auch nicht zu verachten und man sieht sofort, was man mit den 10 Euro bezahlt, nämlich die weiße Ledereinrichtung, die Lounge, die “Spielwiese” wie ich sie genannt habe. Es spielte eine griechische Liveband und die Stimmung war auch in Ordnung - längst nicht so spießig wie ich erwartet hatte (was aber auch an den anwesenden Griechen gelegen haben könnte). Uns allen fiel allerdings auch auf, dass der “Kettchen-Stiefel-Blinker-Gürtel-Frauenanteil” erheblich höher als in Gießenerszene war. Patty und Reni haben sogar Getränke erworben, was ich mir von vornherein verboten hatte. Denn für ein 0,33 Jever bezahl ich keine 3,50 Euro (wer weiß wieviel Pfand dadrauf wäre)…da kriegt man ja schon n Sixpack für.
Gegen 3 Uhr sind wir dann auch aufgebrochen und haben den Wagen erwartungsgemäßg schnell gefunden (nachdem Patty zwischendurch kurz von einem besorgten Menschen angesprochen wurde, dass sie doch ihre Schuhe wieder anziehen möge, weil auf der Straße das AIDS liegt).
Die Autofahrt zu Reni verlief ereignislos, allerdings hatten wir hin und wieder unsere Parkbankgespräche fortgesetzt. Kaum angekommen, sind wir auch relativ schnell in Bett und Schlaf gefallen, der erst um 12.30 Uhr beendet wurde. Dann gabs nämlich ein leckeres Frühstück mit Brötchen, leckerer selbstgemachter Marmelade (oops.. sry.. ich als Lübecker muss natürlich auf den Begriff Konfitüre-Extra) bestehen, einer wunderbaren Seelachspaste.. und und und.. (und - wieso krieg ich grad Hunger?).. und Reni’s Mama (Die haben wir natürlich nicht gegessen). Ich muss bei Gelegenheit nochmal nachfragen, was ich für einen Eindruck hinterlassen habe, denn bereits Sonntag morgen hab ich gemerkt, dass etwas mit meinem Hals nicht stimmt, und dann bei besagtem Frühstück am Montag habe ich in einer Tonlage gesprochen, die man am ehesten der Erscheinung eines 200kg-Opernsängers zuschreiben könnte. Ich selber habe meine Stimme eher gefühlt als gehört. Trotzdem ist niemand panisch davongelaufen, sondern alle haben sich ganz lieb mit mir unterhalten, sogar Reni’s Mama, die meine normale Stimme ja gar nicht kennt 
Wir schafften es dann tatsächlich noch den geplanten Zug in Wiesbaden zu erreichen und machten es uns nach einem kurzen Zwischenstopp am Frankfurter Asia-Food-Shop und McD auf den Treppenstufen der ersten Klasse gemütlich. Beim Aussteigen hätten wir fast “Poker-Peters” über den Haufen gerannt, der wohl im selben Zug saß… schade dass wir uns so spät getroffen haben. Poker-Peters darf mittlerweile wieder ohne “Gehhilfen” gehen, wenn das Bein (das Knie) gestreckt bleibt. Da freu ich mich riesig für ihn, dass es langsam wirklich voran geht. Double-P war im Gießener-Asiaten am Bahnhof mit Torte-D verabredet, so dass wir schon ein kleines GTA-Elite-Treffen zelebrierten. Hach ist Gießen nicht immer wieder schön?!
In Gießen angekommen gabs eigentlich nur eine kurze Pause, die allerdings bei den meisten intensiv zur Erholung genutzt wurde, denn wir trafen uns bereits um 22 Uhr wieder, um Teil drei des legendären Piratenabenteuers im Kinocenter zu begutachten.
Wenn gewünscht werde ich dazu auch noch ne kleine Ausführung schreiben, aber hier nur ganz kurz: Er hat mich nicht überzeugt - PUNKT - auch wenn es natürlich nett ist, den charmantesten Piraten allerzeiten wieder laufen zu sehen - aber alle Leute die den Film noch sehen werden oder schon haben, dürfen gerne mal ihre Meinung dazu hier hinterlassen… beispielsweise zur “Hochzeitsszene” - STOP - ich wollte ja nur kurz *smile*
Heute - Dienstag, der 29. Mai 2007
Bin hart dafür bestraft worden, dass ich nicht rechtzeitig auf das leise Kratzen im Hals gehört habe. Ich bin aufgewacht und habe mit der dazugehörigen Freude festgestellt, dass ich jetzt ne fette Grippe aufm Hals (.. nee.. mittlerweile überall) hab. Na super… dann mal schön etliche SMS geschrieben und allen möglichen Leuten Termine (Hockey, Mensa, Seminare, Vorbereitungstreffen für Tests, Grillparties….) abgesagt und dafür gesorgt, dass ich auf den wichtigsten Anwesenheitslisten draufstehe. Dabei ist mir erstmal aufgefallen, wieviel ich eigentlich mache, und vor allem auch mit wieviel verschiedenen Leuten. Habe dann diesen tiefen Krankheitsschlaf bis ca. 15 Uhr gehalten und nach dem Aufwachen mit Freude die angekommenen SMS gelesen, dass ich wohl auf den Listen draufstehe - thx people !!
Ekliges Wetter.. und ich hätte beinahe noch einkaufen müssen… beinahe, aber ich hab mal wieder gemerkt, dass es Leute gibt, die sich für mich einsetzen. Ein schönes Gefühl. Es flatterte nämlich per ICQ der Befehl ins Haus, gefälligst dort zu bleiben wo ich bin und ein Einkaufszettel per SMS an Reni’s Telefonnummer zu schicken… Dazu fällt mir nur ein kleiner Spruch vom großen Bismark ein: “Ein bißchen Freundschaft ist mir mehr wert als die Bewunderung der ganzen Welt”.
Der Tag wurde immer besser. Wie es bei Grippe so ist, werden die Beschwerden zum Abend hin erträglicher, so dass ich mich auch einigermaßen bewegen konnte. Die Gelegenheit habe ich gleich zum Aufräumen genutzt und zwischendurch immer mal wieder mit Patty und meinem Bruder gechattet, die mir den Tag ebenfalls versüßt haben. Thx auch an Euch zwei!!! Um mich auf den Donnerstag vorzubereiten hab ich auch noch Teile des Testmanuals zum DEMAT 2+ in mich reingeschaufelt, weil ich noch ein Kind auf mangelnde mathematische Kompetenz untersuchen muss.
Gegen 22 Uhr kam wirklich noch die Verena vorbei und hat mir eine groooße Tüte überreicht, mit ganz vielen tollen und leckeren Sachen drin. So ein Lieferservice ist schon was feines, hab mich gefreut wie ein kleines Kind an Weihnachten.
So, jetzt geh ich mal wieder auf Autopilot und lass meinen Körper den Kampf gegen die bösen Viren fortsetzen, denn genug Munition hab ich ihm schon in Form von kräftiger Suppe, Fruchtsäften, etc… zugeführt
Und noch was kleines zum Schluss:
You see things and you say, ‘Why?’ - But I dream things that never were and I say, “Why not?”